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die absurdesten und mir fremdesten physischen Bewegungen tun

“…Ich glaube, dass die ´bestmögliche Schauspielerin´ beides in sich vereint, ein kraftvoll-ruhiges Bewusstsein ihres Selbst und einen angstlosen (vielleicht besser: mutigen) Körper. …Die Arbeit, die ich in Claudias Unterricht mache, bringt mich mit beiden Polen in Kontakt - zum einen mit der ruhigen, persönlichen Kraft, die ich in Yoga und Akrobatik finde und zum anderen mit den physischen und emotionalen Herausforderungen, wenn ich mein ganzes Selbst einbringe und den anderen Menschen in meinem Ihnen-Zuhören so nahe komme… In der Arbeit schätze ich Claudias Leichtigkeit und Vertrauen zutiefst. Sie lässt alles machbar erscheinen. Im Unterricht fühle ich mich fähig die absurdesten und mir fremdesten physischen Bewegungen zu tun. Da ist kein Platz zum Zögern, was, so glaube ich, auch für die Bühnensituation und im Ensemble, gilt. Sie arbeitet mit einer inneren Grazie, die die Atmosphäre im Raum stark bestimmt. Alles ist von Atem und Bewegung begleitet. Alles fliesst. Contact Improvisation ist eine direkte Metapher für das, was der ideale Schauspieler´auf der Bühne tut. Es hat auch mit Respekt und Geduld zu tun für meinen Körper und den meines Partners. Es hat mit Angstlosigkeit zu tun- in Anbetracht von Unmöglichkeiten. Es handelt sich um grundlegendes Vertrauen- Vertrauen, dass mein Körper tut, was am meisten Sinn macht, Vertrauen darin, dass der andere aufpasst und sich gleichzeitig erlaubt neben mir auch Risiken einzugehen, Vertrauen darin, dass alles sich IM TUN findet. Da ist kein planen und kalkulieren……, da ist nur versuchen, versuchen und wieder versuchen. Da ist nur Bewegung und sich Hinein begeben, in die Pausen hinein und aus ihnen heraus atmen undwieder hinein springen mit Kraft und Leichtigkeit. Es geht nie um das Endprodukt, weil der Fokus im gegenwärtigen Moment liegt…. “

" ( Hausarbeit über Bewegung und Stimme, von L. F. Accademia dell´ Arte 2015)

die Feldenkrais Methode - den Körper lieben

”…meine Zeit an der Accademia hat mir viel gebracht in meinem Schauspieltraining. In meiner Zeit in Italien habe ich nicht nur unglaublich viel über denKörper gelernt, vor allem habe ich gelernt wie wichtig es ist, befreundet zu sein mit meinem Körper. Durch eine Rückenverletzung war dies eine besonders schwierige Zeit für meine Beziehung zu meinem Körper. (Ich lernte) wie ich damit arbeiten kann und zu verstehen, was mein Körper braucht und nicht von ihm zu verlangen, was er in diesem Moment nicht geben kann. Es war Augen öffnend (im Bewegungsunterricht mit Claudia Schnürer) mit der Feldenkrais- Methode zu arbeiten…dieses Mal war meine Erfahrung eine ganz andere als, die die ich zuvor hatte. In den Feldenkrais Lektionen bemerkte ich, dass dies eine der wenigen Situationen war, bei denen ich keine Rückenschmerzen hatte. Das war, weil Fk mich eine der wichtigsten Lektionen meines Lebens lehrte, die ich zwar schon gehört, aber wieder vergessen hatte.

Es lehrte mich meinem Körper wirklich zuzuhören… Ich bringe mich oft in unangenehme Bereiche mit meinem Körper, die Feldenkrais Arbeit lässt es gar nicht dazu kommen. Sie hilft seinen eigenen Körper zu lieben und zu verstehen, was er braucht…” (Hausarbeit zu Bewegung und Stimme, Accademia dell´Arte, M.W. 2015)

contact improvisation

"....another hugely important experience that I have had here has been our work in the contact improvisation....this work has led me to do things that I did not think my body could ever do...What fascinates me most about this work is how human bodies can fit together. ...a fantastic rehearsal technique or warm up between partners. When you are moving together, you are breathing together, and when you are breathing together, you are listening to each other. It´s an incredibly intimate experience to have with someone.... (paper about voice and movement for actors, by M.W. 2015)

spielen und instinktiv tanzen

(Meine erste Stunde im Bewegungsunterricht von Claudia Schnürer an der Académie dell´Arte)

Die Bewegungen an denen wir arbeiteten waren so anders als alles andere, was ich zuvor kennengelernt hatte im Tanzunterricht. Jeder bisherige Unterricht hatte immer eine Sammlung von Regeln oder Techniken, an die ich mich anpassen musste. Je strenger ich mich an die Regeln hielt, um so besser wurde ich in der entsprechenden Technik. In diesem Unterricht hier, schien es jedoch, dass die Regeln sich änderten, je nachdem, was für meinen Körper gerade besser funktionierte. Das war ein total befreiendes und gleichzeitig beängstigendes Gefühl. Ich musste alles loslassen.

Die erste Bewegung war ´mit einer Hand einen imaginierten Ball zu ´bowlen´. Diese Handlung musste langsam sein und sich so weit es ging in den Raum hinein erstrecken.. Wir fuhren dann fort die Übung mit zwei Händen durchzuführen, Gewicht in unsere die Obere Körperhälfte (die Hände) fliessen zu lassen, was langsam unsere Beine immer höher in die Luft kommen liess

Wir spielten mit der Schwerkraft. Es war ein Moment, der so natürlich kam, das mehrere Studenten (ich unter ihnen) sich auf ihren Händen balancierend wiederfanden, bevor wir dazu aufgefordert worden waren. In meiner bisherigen Erfahrung fror die Hälfte der Studenten vor Angst ein, wenn ein Lehrer das Wort Handstand sagte. Es war das erste Mal, dass ich das nicht geschehen sah. Alle um mich herum, standen auf ihren Händen, bevor sie sich versehen hatten.

Der Bewegungsunterricht …hatte uns geholfen, diese Phase des Angst Überwinden Müssens einfach zu überspringen…

(In den folgenden Unterrichtsstunden mit Claudia)…. lernten wir uns gegenseitig unser Körpergewicht zuzutrauen. Die Hebungen, die wir ausführten waren einfach und unkompliziert, und ohne dass unsere unterschiedlichen Größen und Formen gestört hätten.. Wir spielten instinktiv miteinander und es wurde ein wunderschöner Tanz. Für mich ist “Teamwork” ein Teil der Schönheit unseres “Sports”. Man hat Partner mit denen man manchmal wie eins ist und man reagiert aufeinander. Du lernst zusammenzuarbeiten, du wirst selbstlos…" (Hausarbeit zu Bewegung und Stimme, von S.M. Italien 2015)

The process not (just) the product

" This semester has been filled with invaluable training and practice in awareness. One of the most important elements of my training here has been that I am challenged to slow down and take a hard look at the way I process my acting work There was one day that Claudia mentioned that it´s not every actor should know how to do a headstand, but the process of getting threes one that involves the entire being. In many ways, this semester was about connecting my entire being and allowing myself to act in a fuller, more dimensional and dynamic way. It is about the process of getting there, not always the result or product. I tried to use this as a metaphor for the rest of my work at the Academia delete. Treat everything like a experiment, and let the process lead me to the product, rather than use force.

By returning to the fundamentals of movement, I have gained awareness, strength and confidence....How does my body balance in space? What shapes am I able to do and hold? How can I use my weight as resistance, strength, a base? These were the basic tools that aid my foundation, and from there we sprung into improv work, Laban, composition. What is compelling to watch on stage? How can I be even more specific, even more dynamic, more interesting with my movement?

Possibly most importantly, I have made working with my body a HABIT, so that it influencesall of my acting work. ...." (paper about voice and movement for actors, by T.T. 2014)